Brustvergrößerung

Allgemeines zur Brustvergrößerung

Für viele Frauen ist die eigene Brust nicht nur irgendein Körperteil. Sie ist eng mit der Persönlichkeit verbunden und beeinflusst das Selbstvertrauen sowie die feminine Ausstrahlung in besonderem Maße.
Die Form und Größe der Brust ist dabei von Frau zu Frau sehr individuell ausgeprägt. Bei manchen Frauen ist die Oberweite aufgrund der genetischen Veranlagung jedoch sehr klein ausgebildet. Man spricht in diesem Fall von einer Mikromastie. Frauen, die an einer Mikromastie leiden, müssen dies jedoch nicht einfach so hinnehmen.
Im Rahmen einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentationsplastik) kann die Form der Brust harmonisieren bzw. korrigieren werden.


Operationstechnik

Bei der operativen Brustvergrößerung wird die Brust in der Regel durch das Einsetzen eines Kunststoffkissens (Silikon-Implantat) in die ursprüngliche Form zurückgeführt oder in der Gesamtheit vergrößert.Darüber hinaus gibt es immer wieder neue Füllmaterialien, die sich jedoch noch langfristig bewähren müssen.

Bei Brustvergrößerungen mit Implantaten wird über einen möglichst kleinen Hautschnitt in der Achselhöhle, durch den Warzenvorhof oder in der Umschlagfalte der Brust ein Zugang geschaffen. Anschließend wird eine Art Tasche vor oder hinter dem Brustmuskel angelegt, in die dann das Implantat eingesetzt wird. Die Entscheidung zur richtigen Implantatplatzierung wird mit der Patientin diskutiert und individuell getroffen. Bei Erschlaffung der Brust ist manchmal eine zusätzliche Bruststraffung erforderlich.


Risiken, Aufwand und Komplikationen

Blutergüsse
Zu den Komplikationen nach einer Brustvergrößerung zählen Blutergüsse, die meist nach 8 bis 21 Tagen abklingen.

Berührungsempfindlichkeit
Eine geminderte oder erhöhte Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Brustwarzen, die ein halbes Jahr andauern kann, vergeht in der Regel von selbst. Auch ein eventuelles Fremdkörper- und Kältegefühl durch ein Brust-Implantat lässt im Laufe der Zeit nach.

Kapselfibrose
Bei sehr wenigen Patientinnen (etwa 5%) reagiert das umliegende Gewebe nach der Einbringung der Brust-Implantate in stärkerem Maße und es kann zu einer sogenannten Kapselfibrose kommen. Hier wird in der Regel ein zweiter Eingriff notwendig.

Infektionen
Infektionen des Brust-Implantates sind extrem selten und müssen operativ behandelt werden.

Generell sollte jedoch bewusst gemacht werden, dass eine Folgeoperation, aus welchen Gründen auch immer nicht ausgeschlossen werden kann.
Viele Zweiteingriffe werden durchgeführt, weil die Patientin sich im Intervall für größere Brust-Implantate entscheidet.


Wichtiges zur OP

Vorbereitung
  • Nach Abschluss der beratenden Vorgespräche und Festlegung des operativen Vorgehens zur Brustvergrößerung werden im Vorfeld ggf. Untersuchungen durch den Hausarzt nötig.
  • Zusätzlich sollte eine Krebsvorsorgeuntersuchung vor der Brustvergrößerung durchgeführt werden um zu verhindern, dass Krankheitsprozesse durch die Brust-Operation verdeckt werden.
  • Die Einnahme von sogenannten Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. acetylsäuresalicylsäurehaltige Medikamente wie Aspirin und ASS) muss wenigstens 1 Woche vor der Brustvergrößerung in Absprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt werden.
  • Bei einer evtl. bestehenden Marcumarbehandlung muss, ebenfalls in Absprache mit dem behandelnden Hausarzt oder Internisten, eine medikamentöse Umstellung erfolgen.
Nachsorge
  • Nach der Brustvergrößerung werden die Brüste durch einen Verband oder einen straff sitzenden BH gestützt, beziehungsweise bandagiert.
  • In den ersten 4 bis 6 Wochen nach der Brust-Operation sollte sowohl tagsüber als auch nachts ein gut passender BH getragen werden, um die Wunden zu entlasten.
  • Tätigkeiten und Sportarten, die große Armbewegungen erfordern (Tennis, Schwimmen, etc.) sind für mindestens sechs Wochen zu unterlassen.

Durch eine nach den ästhetischen Maßstäben der Plastischen Chirurgie und Ästhetischen Medizin durchgeführte Brustvergrößerung kann in der Regel eine natürliche interaktive Funktion hergestellt werden, die zu einem enormen Anstieg an Lebensfreude und Lebensqualität führen kann.