Facelifting

Facelift Köln – Dr. Dr. Siessegger

Allgemeines zum Facelifting

Im Laufe unseres Lebens ändern sich Zustand und Beschaffenheit der Haut mehrmals. Besonders früh werden Alterserscheinungen an der Haut sichtbar. Erste Alterszeichen können manchmal schon mit Ende Zwanzig auftreten. Bereits in diesem Alter nimmt die Geschwindigkeit der Zellteilung ab und die Erneuerungsfähigkeit der Hautzellen lässt nach. Die Haut wird dann zunehmend dünner, sie verliert an Elastizität, erste Fältchen treten um die Augen und in der Mundpartie auf.

Einen besonders starken Einfluss auf die Hautbeschaffenheit haben die sogenannten Wechseljahre (Menopause, Klimakterium), in die die meisten Frauen und Männer, zwischen Mitte Vierzig und Mitte Fünfzig kommen. Durch die nachlassende Produktion der Hormone kommt es zu zahlreichen Veränderungen im Körper, die sich an Haut und Haaren äußern. Die Haut verliert ihre Spannkraft, kleine Fältchen werden zu auffälligen Falten, die Haut erscheint blasser und fahler.

Operationstechnik

Die Plastische Gesichtschirurgie bzw. Plastische Chirurgie bietet verschiedene Methoden, um Hautfalten zu behandeln. Dabei ist es im Vorfeld einer Behandlung wichtig zu unterscheiden, ob es sich um sogenannte „Bewegungsfalten“ (dynamische Falten) oder um ständig vorhandene Falten (permanente oder statische Falten) handelt.

Beim Vorliegen von dynamischen Falten, oft auch als „Zornesfalten“ bezeichnet ist es ratsam, die meist verstärkten Muskelbewegungen – beispielsweise im Stirnbereich – zu korrigieren. Die beteiligten Muskeln werden durch Botulinum-Injektion kraftreduziert, ohne die Mimik zu beeinträchtigen. Dadurch wird auch die weitere Ausbildung der Falten verzögert.

Permanente Falten dagegen bedürfen einer feinen Unterspritzung mit gewebeverträglichen, körperidentischen oder körpereigenen Substanzen.

Sind die Alterungsprozesse des Gesichtes schon weiter fortgeschritten und die Gesichtsproportionen in ihrer Dreidimensionalität betroffen, sollte ein operatives Facelifting durchgeführt werden, um eine jugendliche Ausstrahlung zu erzeugen. Dies ist nicht durch eine reine Hautstraffung zu erreichen. Den biologischen Prozessen entsprechend werden Muskeln und Bindegewebe bei einem Facelift sanft gestrafft und die abgesunkenen Gewebe in ihre ursprüngliche Position zurückgeführt. Nur so ist es möglich, ein jugendliches, natürliches und dauerhaft gutes Ergebnis zu erzielen.

Facelift-EingriffBereits mit Ende 20 nimmt die Erneuerungsfähigkeit der Hautzellen ab

Anästhesie

Je nach Umfang des Faceliftings kann die Operation im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose erfolgen. Bei einem umfangreichen Facelifting empfiehlt sich ggf. eine Vollnarkose, weil hier eine gezielte Blutdrucksenkung möglich ist. Der Operateur hat dadurch immer eine gute Übersicht über das Operationsgebiet und kann das Facelift schneller und exakter durchführen. Nach einer Vollnarkose empfiehlt sich ein kurzer Klinik- oder Praxisaufenthalt, zumindest für 1-2 Tage.

Risiken, Aufwand und Komplikationen

Erfreulicherweise ist das moderne Facelifting einer der Eingriffe aus dem Bereich der Plastischen Gesichtschirurgie bzw. Plastischen Chirurgie, bei dem schwere Komplikationen die absolute Ausnahme sind. Lebensbedrohliche Komplikationen sind nahezu ausgeschlossen.

Nachblutung
Gesundheitsgefährdend kann jedoch eine Blutung oder Nachblutung sein, die während der Operation, sofort in den ersten Stunden nach der Operation bis hin zu 10 Tagen nach dem Facelift auftreten kann. Nachblutungen können eventuell einen mehrtägigen stationären Beobachtungszeitraum nach sich ziehen und das ästhetische Ergebnis der Operation beeinträchtigen.

Wundheilungsstörung
Eine weitere seltene Komplikation ist die Wundheilungsstörung (Hautnekrose) von minder durchbluteten Hautregionen. Das Risiko einer Hautnekrose ist bei starken Rauchern deutlich erhöht.

Unregelmäßigkeiten / Asymmetrien
Sehr selten sind kleinere Nachkorrekturen von Unregelmäßigkeiten und Asymmetrien notwendig, meistens können diese ambulant und in örtlicher Betäubung erfolgen.

Das Facelifting ist heute insbesondere dann ein risikoarmer Eingriff für den Patienten, wenn es von einem erfahrenen Spezialisten durchgeführt wird. Dieser sollte entweder Facharzt für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder Plastische Chirurgie sein.

Wichtiges zur OP

Vorbereitung

Voraussetzung für ein erfolgreiches Facelifting, wie für andere Eingriffe aus den Bereichen Plastische Gesichtschirurgie und Plastische Chirurgie auch, ist eine optimale Kommunikation zwischen Patient und Chirurg. Die vorgeschalteten Beratungsgespräche bilanzieren Wünsche und Erwartungen des Patienten und technische Machbarkeit seitens des Operateurs.

Nicht immer ist ein ausgedehntes Facelifting notwendig oder sinnvoll. Ziel ist es, die abgesunkenen Gesichtspartien in Harmonie zum gesamten Gesicht in die jugendliche Form zurückzuführen und jeweils die sanfteste Methode für das Facelift anzuwenden.

  • Das Rauchen sollte 1 Woche vor und nach dem Facelifting eingestellt werden, da Nikotin die Durchblutung und die Wundheilung nachhaltig stören kann.
  • Die Einnahme von sog. Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. acetylsalicysäurehaltige Medikamente wie Aspirin und ASS) muss wenigstens 1 Woche vor dem Facelifting in Absprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt werden.
  • Bei einer evtl. bestehenden Marcumarbehandlung muss, ebenfalls in Absprache mit dem behandelnden Hausarzt oder Internisten, eine medikamentöse Umstellung erfolgen.
  • Ausgiebiges Sonnenbaden ist in der letzten Woche vor dem Facelift zu vermeiden.
Nachsorge
  • Der Patient sollte darauf vorbereitet sein, dass in den ersten Tagen nach einem Facelifting übliche Alltagsarbeiten nur eingeschränkt bewältigt werden können.
  • In den ersten 24 Stunden nach dem Facelifting sollte der Patient überwiegend mit aufrechtem Oberkörper liegen.
  • Am Tag nach dem Facelift sind kleinere Spaziergänge durchaus angebracht und ratsam.
  • Kühlende Maßnahmen beschleunigen in den ersten 48 Stunden das Abschwellen, vor allem im Bereich der Augen.
  • Einige Tage ist jedoch mit blauen Augenrändern zu rechnen.
  • In der ersten Woche nach dem Facelift sind größere Blutdrucksteigerungen zu vermeiden. Heißes duschen, ausgiebige Haarwäsche und größere körperlichen Anstrengungen sollten unterbleiben.
  • Nach der Entlassung aus der Praxis oder der Klinik bleibt der Patient mit dem Operateur in engem Kontakt.
  • Nach etwa 7 Tagen ist die Heilung soweit fortgeschritten, dass erste Fädchen entfernt werden können.
  • Nach etwa 2 bis 3 Wochen sind die postoperativen Beeinträchtigungen in der Regel abgeklungen.

Menü