Nasen-OP

Nasen-OP Köln – Dr. Dr. Siessegger

Allgemeines zur Nasen-OP

Die Nase kann man nicht verbergen. Sie prägt das Gesicht und die äußere Erscheinung entscheidend. Daher beeinflussen Auffälligkeiten an der Nase wie eine Schiefstellung, Höckerbildung und andere Formdefekte entscheidend den Gesamtausdruck der Person.

Der Leidensdruck von Menschen, die eine Höckernase oder eine deformierte Nase haben, ist daher oft sehr groß. Manchmal bedeutet eine Nasen-OP, sich vom Stigma der individuellen Auffälligkeit seiner Nase zu befreien, hin zu einer Normalisierung – ohne eine Perfektion zu fordern. Der Gewinn an Lebensfreude und einem Selbstbild, mit dem der Patient zufrieden ist, ist in aller Regel erheblich und oftmals lebensverändernd für den Patienten. Dies macht die Nasenkorrektur zu einem der erfreulichsten Eingriffe aus dem Bereich der Plastischen Gesichtschirurgie bzw. Plastischen Chirurgie.

Nasenkorrektur-Eingriff

Ästhetik und Funktionalität der Nase

Ein Eingriff an der Nase wird entweder aus ästhetischen Gründen zur Harmonisierung der Nase und des gesamten Gesichtes (ästhetische Rhinoplastik) oder zur Funktionsverbesserung der Nasenatmung (funktionelle Rhinoplastik), nach Geburtsdefekten wie Gesichtsspalten, Tumorleiden oder Unfällen (rekonstruktive Rhinoplastik) durchgeführt. Was immer der Grund für eine Nasenkorrektur ist, die Funktionsfähigkeit der Nase muss erhalten oder verbessert werden.

Bei über 90 Prozent der Nasenkorrekturen wird die Nase verkleinert, wenn zum Beispiel ein großer Höcker stört oder die Nase schlicht zu groß ist.

Nasenvergrößerungen werden in etwa 10 Prozent der Fälle durchgeführt. Hier wird bei sogenannten Einsattelungen der Nasenrücken aufgebaut, wenn dieser zu sehr nach unten gewölbt ist. Dies kann auch nach nicht gelungenen Nasenoperationen oder nach Sportunfällen, bei der die Nase in Mitleidenschaft gezogen wurde, notwendig werden.

Ein anderes ästhetisches Problem, die schiefe Nase, kann auch zu funktionellen Störungen führen. Liegt eine Ventilationsstörung (erschwerte Atmung) vor, ist eine Nasenkorrektur auch medizinisch sinnvoll und wird von den Krankenkassen übernommen. Viele Patienten wünschen, dass bei der Beseitigung einer Funktionsstörung an der Nase gleichzeitig auch eine ästhetische Korrektur vorgenommen wird.

Operationszeitpunkt

Die Nase sollte keinesfalls vor Ende des Wachstums operiert werden. Bei Mädchen ist das circa mit 14 Jahren, bei Jungen meist erst ab 16 Jahren der Fall.

Die wichtigsten formgebenden Elemente der Nase sind die Nasenknochen, die Knorpel am Nasenabhang und der Nasenspitze sowie die Nasenscheidewand. Durch Nasenkorrekturen werden diese Strukturen verändert. Meist wird der Nasenknochen und der Knorpel am Nasenrücken abgetragen. Die Haut muss sich danach der neuen Form anpassen. Für ein anhaltendes und zufriedenstellendes ästhetisches Ergebnis ist daher die Textur und Dicke der Haut von entscheidender Bedeutung.

Operationstechnik

Eine operativ veränderte Nase sollte sich harmonisch in das Gesicht einfügen und den Typ nicht verändern. Die Nasenkorrektur (lateinisch: Rhinoplastik) ist eine Operation, die die äußere Form der Nase verändert.

Im Rahmen einer Nasen-OP kann der Plastische Gesichtschirurg bzw. Plastische Chirurg die Nase verkleinern, vergrößern, oder die Form des Nasenrückens sowie des Naseneinganges mit den Nasenflügeln und den Nasenlöchern verändern. Auch die Länge der Nase und der Winkel zwischen Nase und Oberlippe kann mit einer Nasenkorrektur variiert werden. Dem gegenüber steht die Korrektur der Nasenscheidewand (Septoplastik), die bei Form- oder Stellungsabnormitäten zu Atmungsbehinderungen, aber auch zu Veränderungen der äußeren Nase beitragen kann. Wird die Nase und die Nasenscheidewand simultan operiert spricht man von einer Septorhinoplastik.

Anästhesie

Je nach Umfang der Nasen-OP kann die Operation im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose erfolgen. Die gesamte Operationsphase wird selbstverständlich von einem Facharzt für Anästhesiologie überwacht.

Bei umfangreicheren ästhetischen Nasenkorrekturen empfiehlt sich eine Vollnarkose, weil dadurch eine gezielte Blutdrucksenkung möglich ist. Diese Maßnahme hat zum Ziel, dass der Plastische Gesichtschirurg bzw. Plastische Chirurg immer eine gute Übersicht über das Operationsgebiet hat. Ein weiterer Vorteil für den Chirurgen ist eine bessere Übersicht über das OP-Gebiet. Die Nasen-OP kann somit schneller und exakter erfolgen. Nach einer Vollnarkose empfiehlt sich ein kurzer Klinik- oder Praxisaufenthalt.

Erfolgt ein Eingriff in einem gut ausgerüsteten Eingriffsraum eines erfahrenden Nasenoperateurs, kann je nach Ausmaß des Eingriffes und Zustand des Patienten gefahrlos eine Operation unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden.

Risiken, Aufwand und Komplikationen

Erfreulicherweise ist die Nasenkorrektur einer der Eingriffe aus dem Bereich Plastische Gesichtschirurgie und Plastische Chirurgie, bei dem schwere Komplikationen die absolute Ausnahme sind. Lebensbedrohliche Komplikationen sind nahezu ausgeschlossen.

Nachblutungen
Gesundheitsgefährdend kann jedoch eine Blutung oder Nachblutung sein, die während der Operation, sofort in den ersten Stunden nach der Operation bis hin zu 10 Tagen nach dem Eingriff auftreten kann. Sie kann eine erneute Tamponade der Nase notwendig machen, eventuell auch eine mehrtägige stationäre Beobachtungsphase erfordern und das ästhetische Ergebnis der Nasen-OP gefährden.

Unregelmäßigkeiten
In der Regel wird das ästhetische Ziel der Nasenkorrektur erreicht. Kleinere Unregelmäßigkeiten der Nasenform können jedoch vorübergehend oder dauerhaft auftreten. Dazu gehören insbesondere kleine Unregelmäßigkeiten im Bereich des Nasenrückens, die oftmals dem kritischen Blick des Patienten weit mehr auffallen als der Umwelt. Sie erfordern eine engmaschige Kontrolle und Therapie, beispielsweise durch Pflasterzügelverbände in der Heilungsphase.

Asymmetrien
Selten sind kleinere Nachkorrekturen von Unregelmäßigkeiten und Asymmetrien notwendig. Falls dies jedoch erforderlich sein sollte, wird man eine Entscheidung darüber meistens erst nach einem Jahr treffen, da es wichtig ist, die Heilungs- und Vernarbungsprozesse abzuwarten.

Die Nasenkorrektur ist heute insbesondere dann ein risikoarmer Eingriff, wenn sie von einem erfahrenen Spezialisten durchgeführt wird. Dieser sollte entweder Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder Plastische Chirurgie – jeweils mit einer besonderen Spezialisierung auf Nasenoperationen – sein.

Wichtiges zur OP

Vorbereitung

Voraussetzung für eine erfolgreiche Nasen-OP ist, wie bei anderen ästhetischen Eingriffen auch, eine optimale Kommunikation zwischen Patient und Chirurg. In vorgeschalteten Beratungsgesprächen gilt zu klären, was der Patient wünscht, ob seine Erwartungen erfüllbar sind, und vor allen Dingen, was der Plastische Gesichtschirurg bzw. Plastische Chirurg für sinnvoll und technisch machbar hält. Dies hängt von vielen Faktoren ab.

Nicht jede Nasenform passt zu jedem Gesichtsprofil und zu jeder Körpergröße. Ziel der Nasenkorrektur ist es, die Nase an sich, aber vor allem auch in Harmonie zum gesamten Gesicht sowie zum individuellen Körperbau und Typ zu gestalten. Spezielle Faktoren, die das Vorgehen beeinflussen, sind die individuelle Anatomie, die Struktur des knöchernen und knorpeligen Nasengerüstes, die Textur und Dicke der Haut und das Alter.

Ein gutes Beratungsgespräch umfasst einen mehrstufigen Dialog zwischen Chirurg und Patient. Der Patient muss Gelegenheit haben, die Information, die der Arzt anbietet, zu verstehen und seine Vorstellung gegebenenfalls zu korrigieren. Computerunterstützte Simulationen können hilfreich eingesetzt werden, wenn es darum geht, ein Operationsziel zu definieren.

Der Plastische Gesichtschirurg ist auf umfangreiche Informationen des Patienten angewiesen. Dazu zählen insbesondere die Funktionsfähigkeit der Nase, bestehende Allergien, regelmäßige Medikamenteneinnahmen und vorangegangene Operationen.

  • Nach Festlegung des operativen Vorgehens können im Vorfeld Untersuchungen durch den Hausarzt nötig werden, um die Operations- und Narkosefähigkeit zu untersuchen.
  • Das Rauchen sollte 1 Woche vor und nach der Nasen-OP eingestellt werden, da Nikotin die Wundheilung nachhaltig stören kann.
  • Sogenannte Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. acetylsalicylsäurehaltige Medikamente wie Aspirin und ASS) sind 8-10 Tage vor der Nasen-OP abzusetzen, da diese Mittel die Blutungsneigung deutlich verstärken.
  • Bei einer bestehenden Marcumarbehandlung muss in Absprache mit dem behandelnden Hausarzt oder dem Internisten eine medikamentöse Umstellung erfolgen.
  • Ausgiebiges Sonnenbaden ist in der letzten Woche vor der Nasen-OP zu vermeiden.
Nachsorge

Der Patient sollte darauf vorbereitet sein, dass in den ersten Tagen nach einer Nasenoperation übliche Alltagstätigkeiten nur eingeschränkt bewältigt werden können. Des Weiteren ist dafür Sorge zu tragen, dass der Patient aus der Praxis oder der Klinik abgeholt wird und zumindest für die ersten 24 Stunden, besser 48 Stunden nicht alleine bleibt. Eine Begleitperson ist zwar in der Regel nicht aus medizinischen Gründen notwendig, aus psychologischen Erwägungen doch oftmals außerordentlich hilfreich.

Der Patient sollte eine Ruhezeit von etwa 10 Tagen einplanen, um in der postoperativen Phase nicht unter Druck zu geraten. Nach der Entlassung aus der Praxis oder der Klinik bleibt der Patient mit dem Operateur in engem Kontakt.

Naturgemäß ist die Nasenatmung nach einer Nasenkorrektur vorrübergehend reduziert. Falls eine Nasentamponade notwendig ist, wird diese in der Regel am ersten oder zweiten Tag entfernt. Der Nasengips sollte etwa 10 Tage ganztags getragen werden, danach wird ein Tapeverband angelegt. Dieser Pflasterverband ist sehr wichtig. Er stabilisiert und beeinflusst die Wundheilung günstig. Besonders bei deutlich verkleinernden Nasenkorrekturen ist es ratsam, in den ersten 6 bis 8 Wochen den Nasenrücken nachts zu pflastern.

  • In der ersten Woche nach der Nasen-OP ist es wichtig, größere Blutdrucksteigerungen zu vermeiden. Das bedeutet, weder heiß zu duschen noch größere körperliche Anstrengungen zu unternehmen.
  • In den ersten 24 Stunden nach der Nasenkorrektur sollte man überwiegend mit aufrechtem Oberkörper liegen.
  • Am Tag nach der Nasen-OP sind kleinere Spaziergänge durchaus angebracht und ratsam. Kühlende Maßnahmen beschleunigen innerhalb der ersten 48 Stunden das Abschwellen, vor allem im Bereich der Augen.
  • Einige Tage ist jedoch mit blauen Augenrändern zu rechnen.
  • Nach etwa 2 bis 4 Wochen sieht man gewöhnlich nicht mehr, dass eine Nasenkorrektur erfolgt ist. Die Wundheilung ist jedoch ein langer Prozess, der gerade im Bereich der Nase bis zu einem Jahr dauert. In dieser Zeit kann es immer wieder kleine Veränderungen im Bereich der Nase geben.
  • Leistungssport sollte mindestens 2 bis 3 Monate, ebenso wie das Saunieren oder das Tragen von Brillen unterlassen werden.

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