
Sie wünschen sich wieder klare Konturen im Gesicht und eine sichtbare Hautverjüngung? Dann stoßen Sie bei Ihrer Recherche für Behandlungsmöglichkeiten schnell auf zwei Begriffe: das Deep Plane Facelifting und das SMAS Facelifting. Beide Methoden heben abgesunkene Wangen, straffen die Kieferlinie und reduzieren tiefe Falten. Doch sie unterscheiden sich deutlich in der Technik, im Umfang des Eingriffs und in der Wirkung auf die tieferen Gewebeschichten. Im Folgenden erklären wir Ihnen die Vor- und Nachteile der beiden Verfahren.
Wenn das Gewebe nachgibt und Botox sowie Filler an Grenzen stoßen
Feine Linien lassen sich oft gut behandeln. Mimikfalten sprechen auf Botulinumtoxin an. Hyaluronsäure-Filler können Volumenverluste ausgleichen.
Doch mit der Zeit verändert sich nicht nur die Oberfläche der Haut. Die tragenden Strukturen im Gesicht verlieren an Stabilität. Bindegewebe lockert sich, Fettkompartimente verlagern sich nach unten, Haltebänder geben nach. Wangen sinken ab, die Kieferlinie verliert an Klarheit, im unteren Gesichtsdrittel entsteht eine weichere Kontur.
An diesem Punkt reicht es nicht mehr aus, einzelne Falten zu glätten oder Volumen aufzubauen. Denn das Problem liegt tiefer: Das Gewebe selbst hat seine ursprüngliche Position verändert.
Ein Facelifting setzt genau hier an. Es hebt abgesunkene Strukturen an, formt die Gesichtskontur neu und stellt die Spannung im Gesicht wieder her.
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Deep Plane Facelifting: Repositionierung des Gewebes unterhalb des muskulären Haltesystems
Beim Deep Plane Facelifting erfolgt die Präparation unter dem oberflächlichen muskulären Haltesystem des Gesichts. Der Begriff „Deep Plane“ beschreibt genau diese tiefere anatomische Ebene, in der die Operateurin oder der Operateur arbeitet. Sie oder er löst dort definierte Haltebänder und mobilisiert Wangenfett und Weichteile als zusammenhängende Einheit. Anschließend hebt die Chirurgin oder der Chirurg diese Strukturen an und fixiert sie in einer höheren Position.
Unter der Haut liegt das sogenannte SMAS, das oberflächliche muskuläre Haltesystem des Gesichts. Beim Deep Plane Facelift arbeitet die Operateurin oder der Operateur unterhalb dieser Struktur. Haut und SMAS bleiben dabei als funktionelle Einheit verbunden.
Im Mittelgesicht werden bei dieser Form des Liftings ausgewählte bindegewebige Haltestrukturen gelöst. Dadurch gewinnt das abgesunkene Gewebe an Beweglichkeit. SMAS, Wangenfett und Weichteile lassen sich so zusammen mobilisieren und umpositionieren.
Beim Deep Plane Facelifting verteilt die Operateurin oder der Operateur die Zugkräfte nicht primär auf der Haut, sondern in den tragenden Gewebeschichten. Dadurch entsteht weniger sichtbarer Zug an der Oberfläche. Die Haut liegt entspannter an und passt sich der neuen Kontur an. Das reduziert das Risiko eines unnatürlich wirkenden Erscheinungsbildes.
Da SMAS und Weichteile als funktionelle Einheit mobilisiert und repositioniert werden, bleibt die natürliche Verbindung der Gewebeschichten erhalten. Das Gesicht bewegt sich weiterhin harmonisch, weil die Strukturen gemeinsam arbeiten. Die neu definierte Form entsteht aus der Tiefe heraus. Das Gesicht wirkt angehoben, ohne glattgezogen zu erscheinen.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Stabilität. Tragende Gewebeschichten können Zugkräfte langfristig besser aufnehmen als Haut allein. Wenn die Operateurin oder der Operateur diese Strukturen anatomisch korrekt repositioniert und fixiert, unterstützt das die Haltbarkeit der Anhebung.
Ein Deep Plane Facelifting umfasst in der Regel folgende Schritte:
- Schnittführung im Bereich vor und hinter dem Ohr
- Präparation unterhalb der SMAS-Schicht
- Lösung relevanter Haltebänder
- Mobilisation von SMAS und Weichteilen als Ganzes
- Anhebung und Fixierung in höherer Position
- Hautanpassung ohne übermäßige Spannung
Für den Eingriff erhalten Sie eine Vollnarkose. Die OP dauert mehrere Stunden.
Das Deep Plane Facelift eignet sich insbesondere bei deutlicher Erschlaffung im Mittelgesicht, stark abgesunkenen Wangen und ausgeprägten Nasolabialfalten. Auch Patientinnen und Patienten, die sich eine umfassende strukturelle Anhebung der Gesichtskontur wünschen, kommen für diese Technik infrage.
Ob dieses Verfahren sinnvoll ist, hängt jedoch immer von Ihrer individuellen Anatomie, der Hautqualität und dem Ausmaß der Gewebeabsenkung ab. Eine sorgfältige Analyse des Gesichts bildet daher die Grundlage für die Entscheidung über die geeignete Methode.
- Anhebung der Gewebestrukturen an ihrem natürlichen Ursprung
- Erhalt der natürlichen Mimik durch gemeinsame Bewegung der Gewebeschichten
- geringes Risiko eines überstrafften Erscheinungsbildes
- stabile Fixierung der angehobenen Gewebeanteile
- effektive Korrektur bei ausgeprägter Gewebeerschlaffung
- deutliche Verbesserung abgesunkener Wangen
- sichtbare Reduktion ausgeprägter Nasolabialfalten
- gute Langzeitstabilität
Wie jeder operative Eingriff bringt auch das Deep Plane Facelifting allgemeine und spezielle Risiken mit sich.
- Allgemeine Operationsrisiken
- Nachblutungen oder Hämatome
- Wundheilungsstörungen
- Infektionen
- auffällige Narbenbildung
- Schwellungen und Blutergüsse in den ersten Wochen
- Spezifische Risiken der Deep Plane Technik
Da die Präparation unterhalb der SMAS-Struktur erfolgt und Haltebänder gelöst werden, ergeben sich folgende mögliche Risiken:- Risiko einer (oft vorübergehenden) mimischen Schwäche aufgrund der Behandlung in der Nähe des Gesichtsnervs (Nervus facialis), die z. B. mit einer eingeschränkten Hebung der Augenbraue oder asymmetrischen Mundbewegungen einhergehen kann
- vorübergehende Sensibilitätsstörungen im Wangen- oder Ohrbereich
- Hämatome in tieferen Gewebeschichten
- Serombildung (Ansammlung von Wundflüssigkeit)
- verlängerte oder stärkere Schwellung durch die tiefere Gewebemobilisation, dadurch längere Heilungsphase
- Asymmetrien bei ungleichmäßiger Repositionierung
- in seltenen Fällen Durchblutungsstörungen der Haut
Das Deep Plane Facelifting ermöglicht eine strukturelle Anhebung abgesunkener Gesichtsbereiche in einer tiefen anatomischen Ebene. Ob diese Technik sinnvoll ist, hängt jedoch immer vom individuellen Befund, der Hautqualität und Ihren persönlichen Erwartungen ab.
Wie bei jedem Facelifting entscheidet die chirurgische Erfahrung über Sicherheit und Ergebnis. Eine fundierte Analyse und ein ausführliches Beratungsgespräch bilden daher die Grundlage für eine verantwortungsvolle Entscheidung.

SMAS Facelifting: Straffung und Modellierung des muskulären Haltesystems
Beim SMAS Facelifting, das wir in unserer Praxis aesthetische medizin koeln anbieten, steht das „Superficial Musculoaponeurotic System“ im Mittelpunkt. Dabei handelt es sich um das oberflächliche muskuläre Haltesystem des Gesichts, das maßgeblich die Form von Wangen und Kieferlinie beeinflusst.
Ziel des Eingriffs ist es, diese tragende Struktur anzuheben, zu modellieren und in einer stabileren Position zu fixieren. Die Haut folgt anschließend der neu geformten Kontur.
Die Präparation erfolgt direkt am oberflächlichen muskulären Haltesystem des Gesichts. Zunächst wird die Haut vorsichtig vom darunterliegenden Gewebe gelöst, um diese tragende Struktur freizulegen.
Anschließend wird das Superficial Musculoaponeurotic System angehoben, modelliert und in stabiler Position fixiert. Die Straffung entsteht durch die Stabilisierung dieses Haltesystems. Die Haut passt sich der neu geformten Kontur an.
Im Unterschied zum Deep Plane Facelifting erfolgt keine Präparation unterhalb des SMAS.
Ein SMAS-Facelift läuft in der Regel folgendermaßen ab:
- Schnittführung im Bereich vor und hinter dem Ohr
- vorsichtige Ablösung der Haut vom darunterliegenden Gewebe
- Darstellung und Modellierung der SMAS-Schicht
- Anhebung und Fixierung des SMAS
- Anpassung und spannungsarme Reduktion überschüssiger Haut
Auch für diesen Eingriff erhalten Sie eine Vollnarkose. Der Eingriff dauert, wie auch das Deep-Plane-Facelifting, mehrere Stunden.
Das SMAS-Facelifting kommt insbesondere dann in Betracht, wenn sich die Kontur im unteren Gesichtsdrittel sichtbar verändert hat.
Ob diese Technik in Ihrem individuellen Fall sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind die individuelle Gewebestabilität, die Verteilung der Erschlaffung sowie Ihre persönlichen Behandlungsziele. Eine differenzierte Untersuchung Ihres Gesichts bildet die Grundlage für die Auswahl des passenden Verfahrens.
- gezielte Modellierung des muskulären Haltesystems
- Verbesserung der Kieferlinienkontur
- Stabilisierung erschlaffter Wangenbereiche
- Straffung durch Stabilisierung des Haltesystems, nicht allein durch Hautzug
- bewährte Technik mit langjähriger chirurgischer Anwendung
- natürliche Anpassung der Haut an die neu geformte Struktur
- gute Haltbarkeit bei geeigneter Indikation
Auch das SMAS Facelifting ist ein operativer Eingriff mit allgemeinen und spezifischen Risiken.
- Allgemeine Operationsrisiken
- Nachblutungen oder Hämatome
- Wundheilungsstörungen
- Infektionen
- auffällige Narbenbildung
- Schwellungen und Blutergüsse in den ersten Wochen
- Spezifische Risiken der SMAS-Technik
Im Zusammenhang mit der Modellierung des SMAS können folgende Risiken auftreten:- vorübergehende Sensibilitätsstörungen im Operationsgebiet
- Irritationen einzelner mimischer Muskelgruppen
- selten dauerhafte Beeinträchtigung einzelner Verzweigungen des Gesichtsnervs
- Asymmetrien durch unterschiedliche Spannung
- temporäres Spannungsgefühl im Wangen- oder Kieferbereich
Das SMAS Facelifting zielt auf die gezielte Formung des muskulären Haltesystems ab. Die Technik eignet sich insbesondere dann, wenn die Gesichtskontur an Spannung verloren hat, ohne dass eine sehr tiefe Gewebemobilisation erforderlich ist.
Entscheidend ist eine sorgfältige Abwägung zwischen Befund, gewünschter Veränderung und operativem Konzept. Erst im persönlichen Gespräch lässt sich klären, welches Vorgehen die anatomischen Gegebenheiten am sinnvollsten berücksichtigt.
Mehr dazu erfahren Sie hier:
Facelifting in Köln und Natürliche Ergebnisse: Das Superextended Face-Neck-Lifting mit SMAS
Facelifting in Köln: Warum wir auf die SMAS-Variante setzen
Die altersbedingte Erschlaffung betrifft in vielen Fällen vor allem das muskuläre Haltesystem des Gesichts – das SMAS. Wird diese tragende Struktur gezielt angehoben und stabilisiert, lassen sich Kieferlinie, Wangenkontur und das untere Gesichtsdrittel sichtbar verbessern.
Vor diesem Hintergrund folgt das Facelifting in unserer Praxis in Köln einem klaren chirurgischen Prinzip: Es wird nur so tief operiert, wie es medizinisch notwendig ist. Wenn sich das gewünschte Ergebnis bereits durch die Modellierung und Fixierung des Haltesystems erreichen lässt, besteht keine Notwendigkeit, routinemäßig unterhalb dieser Ebene zu präparieren.
Die operative Tiefe richtet sich somit nach der Indikation – nicht nach dem maximal technisch Möglichen.
Facelifting in Köln: Ihr Experte Dr. Dr. Siessegger
Dr. Dr. Siessegger erwarb seine Expertise im modernen Facelifting bei den international anerkannten Gesichtschirurgen Dr. Connell und Dr. Levy.
Sie profitieren so von einer chirurgischen Schule, die auf fundierter Anatomiekenntnis und klarer operativer Strategie basiert.
Gerne beraten wir Sie persönlich, welche Vorgehensweise für Ihre individuelle Ausgangssituation sinnvoll ist. Kontaktieren Sie uns einfach!
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