
Für die Gesichtsverjüngung stehen heute sowohl minimalinvasive als auch operative Verfahren zur Verfügung. Besonders Filler mit Hyaluronsäure werden häufig eingesetzt, um Volumenverluste auszugleichen oder einzelne Gesichtspartien zu harmonisieren. Doch nicht jede altersbedingte Veränderung lässt sich durch zusätzliches Volumen sinnvoll behandeln.
Mit der Zeit können auch tieferliegende Gewebestrukturen absinken. Dann stellt sich die Frage, ob weitere Fillerbehandlungen noch zum gewünschten Ergebnis führen – oder ob ein Facelift die passendere Behandlung sein kann.
Gesichtsverjüngung ohne OP: Was können Filler leisten?
Filler eignen sich besonders bei dem Wunsch nach harmonischeren Gesichtskonturen oder einem frischeren Erscheinungsbild. Eine Gesichtsverjüngung mit Fillern kann beispielsweise sinnvoll sein zum Ausgleich von:
- lokalen Volumenverlusten
- einzelnen Fältchen und Vertiefungen
Entscheidend ist eine Behandlung, die sich an der individuellen Ausgangssituation und dem gewünschten Ergebnis orientiert. Denn Filler können Volumen ergänzen, abgesunkenes Gewebe jedoch nicht wieder in seine ursprüngliche Position bringen.
Wenn mehr Filler nicht automatisch jünger bedeutet
Werden Veränderungen über Jahre immer wieder durch zusätzliches Volumen ausgeglichen, kann irgendwann der gegenteilige Effekt entstehen: Das Gesicht wirkt voller, aber nicht unbedingt jünger. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom „Overfilled Face“.
Ein Anlass, die bisherige Behandlungsstrategie neu zu beurteilen, kann beispielsweise bestehen, wenn:
- zunehmend größere Fillermengen erforderlich werden
- die Konturen trotz Behandlung an Definition verlieren
- das Ergebnis nicht mehr so natürlich wirkt wie gewünscht
Dann sollte zunächst geklärt werden, ob wirklich weiteres Volumen fehlt, oder ob inzwischen vor allem erschlaffte Gewebestrukturen für die sichtbaren Veränderungen verantwortlich sind.
Wo Filler an ihre Grenzen kommen: Erschlaffte Gewebestrukturen
Genau hier unterscheiden sich Filler und Facelift grundlegend. Beim Facelift wird nicht zusätzliches Volumen eingebracht. Stattdessen können abgesunkene Strukturen repositioniert werden.
Bei bestimmten Facelift-Techniken kann dabei auch das sogenannte SMAS (Superficial Musculoaponeurotic System) einbezogen werden. Diese tieferliegende Gewebeschicht trägt zur Stabilität und Kontur des Gesichts bei.
Dr. Dr. Siessegger hat sich seit vielen Jahren auf ausgewählte ästhetische Eingriffe spezialisiert. Im Bereich der Gesichtsstraffung wendet er folgende Verfahren an:
- (Superextended) Face-Neck-Lifting mit S.M.A.S.
- Neck-Lifting für den Halsbereich
- Stirn-/Brauen-Lifting
Welche Methode infrage kommt, richtet sich nach der individuellen Ausgangssituation. Ziel ist dabei nicht ein möglichst stark gestrafftes Erscheinungsbild, sondern die Wiederherstellung harmonischer Konturen unter Erhalt der individuellen Gesichtszüge.
Lieber früher ein Facelift als immer weiter auffüllen?
Beim Wunsch nach einem jüngeren Erscheinungsbild sollte ein Facelift weder möglichst früh erfolgen noch grundsätzlich möglichst lange hinausgezögert werden. Entscheidend ist nicht ein bestimmtes Alter, sondern der individuelle Befund.
Solange sich mit kleinen Mengen Filler ein natürliches Ergebnis erzielen lässt, kann die minimalinvasive Behandlung weiterhin sinnvoll sein. Wenn dagegen zunehmend Volumen benötigt wird, um abgesunkenes Gewebe auszugleichen, kann es sinnvoll sein, ein Facelifting in Erwägung zu ziehen.
Ob Filler, Facelift oder eine Kombination verschiedener Verfahren die passende Form der Gesichtsverjüngung darstellt, hängt daher immer von der individuellen Ausgangssituation ab.
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