
Warum wirken Gesichtskonturen im Laufe der Zeit weicher, obwohl die Haut oft gar nicht stark verändert erscheint? Die Ursache liegt häufig nicht an der Oberfläche, sondern deutlich tiefer. In diesem Zusammenhang fällt in der ästhetischen Gesichtschirurgie der Begriff „SMAS-Schicht“. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter dieser Struktur – und weshalb spielt sie bei natürlichen Gesichtsstraffungen eine so große Rolle? In diesem Blog-Beitrag erfahren Sie, warum die SMAS-Schicht heute als einer der wichtigsten Faktoren moderner Facelift-Techniken gilt.
Was ist die SMAS-Schicht?
Die Abkürzung SMAS steht für „Superficial Musculo-Aponeurotic System“. Es handelt sich dabei um eine tieferliegende Muskel- und Bindegewebsstruktur im Gesicht, die Haut, Fettgewebe und mimische Muskulatur miteinander verbindet. Sie übernimmt eine wichtige Stützfunktion und spielt eine entscheidende Rolle für feste Gesichtskonturen, Spannkraft und eine jugendliche Ausstrahlung.
Welche Veränderungen entstehen durch eine erschlaffte SMAS-Schicht?
Mit zunehmendem Alter verändern sich die tieferen Gewebestrukturen des Gesichts. Kollagenabbau, nachlassende Elastizität und der Einfluss der Schwerkraft führen dazu, dass auch die SMAS-Schicht zunehmend an Stabilität verliert. Dadurch können einzelne Gesichtspartien langsam absinken. Infolgedessen erscheinen die Gesichtskonturen weicher und das Gesicht verliert an Definition.
Besonders sichtbar werden diese Veränderungen häufig im Bereich der Wangen, der Kieferlinie und des Halses. Wangenpartien können absinken, die Jawline wirkt weniger klar definiert und im unteren Gesichtsdrittel entstehen sogenannte Hängebäckchen. Auch Nasolabialfalten oder erschlaffte Partien im Halsbereich treten häufig stärker hervor.
Erschlaffte SMAS-Schicht führt oft zu Wunsch nach Gesichtsstraffung
Mit den Veränderungen der tieferen Gesichtsstrukturen verändert sich häufig auch die gesamte Ausstrahlung des Gesichts. Viele Betroffene stören sich daran. Bei ihnen wächst dadurch oft der Wunsch, wieder ein harmonischeres und vitaleres Erscheinungsbild zu erreichen – jedoch, ohne komplett verändert auszusehen. Vielmehr geht es für sie darum, vertraute Gesichtszüge zu erhalten und abgesunkene Strukturen wieder stärker an ihre ursprüngliche Position anzunähern.
Was ist ein SMAS-Facelifting?
Das sogenannte SMAS-Facelifting zählt heute zu den beliebtesten Methoden der chirurgischen Gesichtsstraffung. Im Unterschied zu klassischen Verfahren konzentriert sich diese Technik nicht ausschließlich auf die Hautoberfläche, sondern auf die tieferliegenden Gewebestrukturen des Gesichts.
Im Mittelpunkt steht dabei die SMAS-Schicht, die maßgeblich zur Stabilität und Form der Gesichtskonturen beiträgt. Während eines SMAS-Faceliftings wird diese tieferliegende Struktur vorsichtig angehoben und repositioniert, um abgesunkene Gesichtspartien wieder harmonischer auszurichten.
Da nicht ausschließlich Spannung auf die Haut ausgeübt wird, wirkt das Gesicht nach einem SMAS-Facelifting in der Regel deutlich harmonischer als bei rein oberflächlichen Straffungsmethoden. Das Lifting verfolgt also nicht das Ziel, Gesichtszüge zu verändern, sondern die ursprüngliche Gesichtsform möglichst natürlich zu erhalten.
Was ist der Unterschied zwischen dem SMAS-Facelifting und dem Deep Plane Facelifting?
Der wichtigste Unterschied zwischen einem SMAS-Facelifting und einem Deep Plane Facelifting liegt darin, wie tief operiert wird und welche Strukturen mobilisiert werden.
Beim klassischen SMAS-Facelift wird das Superficial Musculo-Aponeurotic System gestrafft, angehoben oder repositioniert. Haut und tieferliegende Gewebestrukturen werden dabei zwar gemeinsam behandelt. Die Verbindung zu bestimmten tieferen Strukturen bleibt jedoch teilweise erhalten.Das Ziel liegt darin abgesunkene Gesichtspartien anzuheben und dadurch die Konturen zu verbessern. Mit diesem Verfahren lassen sich natürlichere Ergebnisse als bei einer reinen Hautstraffung erzielen. Das SMAS-Lift gilt heute bereits als moderne und sehr etablierte Methode der Gesichtsstraffung.
Bei dieser Variante erfolgt die Präparation noch tiefer. Dabei werden Haut, SMAS-Schicht und bestimmte tieferliegende Haltestrukturen gemeinsam mobilisiert und als Einheit repositioniert.Dadurch kann stärker auf Mittelgesicht und Wangen eingewirkt werden. Aufgrund der deutlich tieferen Präparation geht das Verfahren jedoch meist mit einem größeren operativen Aufwand sowie einer anspruchsvolleren Heilungsphase einher.

Mehr dazu erfahren Sie auch in unserem separaten Blog-Beitrag: Deep Plane Facelifting vs. SMAS Facelifting: Das müssen Sie über die beiden Verfahren wissen
Facelifting in Köln: Warum wir auf die SMAS-Schicht setzen
Nicht jede altersbedingte Veränderung im Gesicht erfordert automatisch eine maximal tiefe Präparation. In vielen Fällen lässt sich bereits durch die gekonnte Straffung und Stabilisierung des Superficial Musculo-Aponeurotic System eine deutliche Verbesserung der Gesichtskonturen erreichen.
Aus diesem Grund setzen wir in unserer Praxis aesthetische medizin koeln bewusst auf moderne SMAS-Techniken. Ziel ist es, abgesunkene Strukturen anzuheben und gleichzeitig möglichst gewebeschonend zu arbeiten.
Entscheidend ist für uns nicht, möglichst tief zu operieren, sondern die individuell passende operative Ebene zu wählen. Wenn sich ein harmonisches und natürlich wirkendes Ergebnis bereits auf Ebene des muskulären Haltesystems erreichen lässt, besteht aus unserer Sicht keine Notwendigkeit, routinemäßig noch tiefere Strukturen zu mobilisieren.
Die operative Planung richtet sich deshalb immer nach Anatomie, Gewebequalität und dem individuellen Ausmaß der Veränderungen.
SMAS-Facelifting in Köln bei Ihrem Experten Dr. Dr. Siessegger
Dr. Dr. Matthias Siessegger zählt seit vielen Jahren zu den erfahrensten Spezialisten im Bereich der ästhetischen Gesichtschirurgie in Deutschland. Bereits seit den 1990er-Jahren beschäftigt er sich intensiv mit modernen Techniken der ästhetischen Gesichtschirurgie und der Weiterentwicklung operativer Verfahren im Gesichtsbereich. Während seiner Tätigkeit an der Universitätsklinik Köln war er bis 2003 unter anderem als Oberarzt an der Klinik für Plastische Gesichtschirurgie tätig.
Die Techniken des modernen Faceliftings erlernte Dr. Dr. Siessegger bei den international anerkannten Koryphäen der Gesichtschirurgie Dr. Connell und Dr. Levy. Seine operative Erfahrung aus weit über 25.000 Eingriffen prägen bis heute Dr. Dr. Siesseggers chirurgischen Ansatz sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung seiner Methoden.
Dr. Dr. Siessegger gilt seit vielen Jahren als überzeugter Verfechter des SMAS-Faceliftings. Aus seiner Sicht lassen sich natürliche und langfristig stabile Ergebnisse besonders dann erzielen, wenn gezielt die tragenden Strukturen des Gesichts behandelt werden, ohne dabei routinemäßig tiefer zu operieren als medizinisch sinnvoll.
Im Mittelpunkt stehen bei ihm nie standardisierten Operationsmethoden, sondern individuell angepasste Techniken, die sich an Anatomie, Gewebequalität und den natürlichen Gesichtskonturen der jeweiligen Patientin oder des jeweiligen Patienten orientieren.
Interessiert? Vereinbaren Sie gerne einen Termin!
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